Rappschimmel

Der Begriff Rappschimmel scheint in sich widersprüchlich zu sein: ein Pony oder Pferd, das zugleich schwarz (=Rappe) und weiß (=Schimmel) ist? Und doch gibt es sie. Rappschimmel kommen als Fohlen mit schwarzer Fellfarbe auf die Welt. Deckhaar, Mähne und Schweif sind in den ersten Lebensmonaten in der Regel durchgehend schwarz gefärbt. Im Laufe ihres Lebens scheinen die Rappen dann zusehends "auszubleichen".

Meist beginnt die Verwandlung am Kopf: mit jedem Haarwechsel kommen dort mehr weiße Haare zwischen den schwarzen zum Vorschein. Das Phänomen breitet sich nach und nach über den ganzen Pferdekörper aus, so dass die schwarze Fellfarbe immer mehr der weißen weicht. Schließlich greift die Farbwandlung auch auf das Langhaar über: Mähne und Schweif werden zusehends von weißen Strähnen durchzogen. Aus dem Rappfohlen ist ein Rappschimmel geworden. Rappschimmel entwickeln sich über mehrere Jahre hinweg zum Schimmel. Diesen Vorgang nennt man "Ausschimmeln". Das Ausschimmeln kann innerhalb von drei bis fünf Jahren seinen Abschluss finden. Es kann aber auch ein Jahrzehnt dauern, bis der Rappschimmel sich in einen vollwertigen Schimmel verwandelt hat.

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